Um mehr darüber zu erfahren, lest doch das Interview, das ich mit ihr dazu geführt habe:
I: Friederike, du hast zum dritten Mal im Bundeswettbewerb Fremdsprachen gewonnen! Das ist eine erstaunliche Leistung, herzlichen Glückwunsch! Wie fühlst du dich damit? War der erneute Sieg überraschend für dich?
Friederike: Ich bin ziemlich stolz darauf! Vor allem, weil ich den Sieg dieses Jahr nicht erwartet habe.
I: Wo hat die Preisverleihung stattgefunden?
Friederike: Dieses Jahr wurden die NRW-Sieger in Dortmund am St. Christophorus Gymnasium geehrt. Ich wurde von meinen Eltern dorthin begleitet. Ich weiß nicht, wie viele Teilnehmer*innen dort vor Ort waren, aber insgesamt gab es dieses Jahr über 35.000 Teilnehmer*innen. Deswegen gibt es auch nicht nur einen ersten Platz, sondern mehrere werden mit einem ersten Platz gekürt.
I: Erzähl mal ein bisschen etwas über den Wettbewerb: Was ist das für ein Wettbewerb?
Friederike: Es ist ein Wettbewerb, der auf Bundesebene stattfindet. Es gibt ihn nicht nur für Englisch, sondern auch für z.B. Französisch, Spanisch, Dänisch, Italienisch und auch Altgriechisch und Latein! Es ist ein Wettbewerb darüber, wie gut man die Sprache beherrscht.
Dieses Jahr musste ich für die Teilnahme ein 2-3 minütiges Video zum Thema „Wenn Dinge sprechen könnten“ abschicken, wofür man selbst die Texte spricht, was man dieses Jahr auch mit einem Voice over machen konnte. Es gab aber auch schon einmal die Aufgabe, einen Podcast aufzunehmen. Und bei den älteren Sprachen variiert die Aufgabe glaube ich etwas.
I: Wie viel Zeit hat man denn dafür?
Friederike: Schon lange. 6 Monate insgesamt.
I: Und das war’s dann? Mehr muss man nicht machen?
Friederike: Doch, zusätzlich muss man noch Tests unter Aufsicht in der Schule durchführen. Die dauern auch schon länger, so vier Stunden. In Englisch sind das z.B. Aufgaben wie listening, writing comprehension.
I: Wie bist du das erste Mal darauf gekommen, an dem Wettbewerb teilzunehmen?
Friederike: Ich habe einfach Spaß an Englisch. Und an meiner alten Schule gab es kein Drehtürmodell. Und da meine Lehrerin dort meinen Spaß an der Sprache und mein Talent erkannt hat, durfte ich dann an dem Wettbewerb teilnehmen.
I: Wie kommt’s dann, dass du jetzt schon mehrfach teilgenommen hast?
Friederike: Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben kann man lange und mehrfach teilnehmen. Die erste Teilnahme ist ab Klasse 6 möglich, aber man kann sogar über die Schule hinaus bis in die Berufsausbildung hinein teilnehmen. Das finde ich toll. Dieses Jahr habe ich noch einmal mitgemacht, weil man nur so lange teilnehmen darf, bis man für längere Zeit im Ausland war, in dem die Sprache gesprochen wird. Und da ich nächstes Schuljahr nach Australien gehe, war es dieses Jahr die letzte Gelegenheit für mich.
I: Würdest du die Teilnahme auch anderen empfehlen?
Friederike: Ja, auch jeden Fall! Es gibt den Wettbewerb ja auch nicht nur für Englisch. Und es macht einfach Spaß, da man mehr über die Sprache lernt. Denn jedes Jahr wird schwerpunktmäßig ein anderes Land behandelt, in dem die Sprache gesprochen wird. Man lernt dadurch etwas über die Länder, Menschen und Kulturen, aber teilweise auch den Slang.
Und nicht zu vergessen: Es gibt auch Preise. Dieses Jahr gab es eine Urkunde über die erbrachten Leistungen, einen Turnbeutel und eine Tasse sowie zwei ausgewählte Bucher in der Fremdsprache. Und ganz wichtig: Auch Preisgeld!
I: Hast du denn ein Erfolgsrezept?
Friederike: Nicht wirklich. Man muss einfach Spaß an der Sprache haben!
I: Ok, dann danke für die interessanten Informationen und das Interview!







