Fach "Philosophie"

Gymnasium Canisianum

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Philosophie

Fachkollegium

  • Michael Leibold

Das Fach Philosophie im Rahmen des Schulprogramms

Ziel des Philosophieunterrichts am Gymnasium Canisianum ist die Vertiefung der allgemeinen Bildung der Schülerinnen und Schüler, indem die Frage nach den Prinzipien des Denkens, des Handelns und des Seienden thematisiert wird. Dabei wird der Geltungsanspruch von Wahrheitsbehauptungen, von politischen und rechtlichen Ordnungen, von Grundsätzen der Moral sowie Grundlagen ästhetischer Wirklichkeitsentwürfe untersucht. Wissen, Können und Verhalten sollen gleichermaßen geschult werden, um selbständige Persönlichkeiten zu bilden, die Sachkompetenz, Sozialkompetenz und humane Kompetenz in sich vereinigen. Um selbständig zu werden, muss das Denken geschult sein an ,.gewissen vorhandenen Versuchen" der Philosophie (Kant), die nicht nur im Sinne historischen Wissens zur Kenntnis genommen werden dürfen, sondern in Auseinandersetzung und Aneignung zum Übungsplatz philosophischer Erkenntnis werden. Darum sollen die Schülerinnen und Schüler vertraut gemacht werden mit überkommenen Positionen, Problemstellungen, Problemlösungen und Methoden der Philosophie sowie mit Verfahren, sich philosophische Texte aus eigener Kraft zu erschließen. Auf diesem Wege sollen die Lernenden Freude an der Begegnung mit der philosophischen Tradition entwickeln und zur argumentativen Auseinandersetzung befähigt werden. Mit dem Nachdenken über kulturinvariante Grundfragen der menschlichen Existenz reflektiert der Philosophieunterricht zugleich auch auf die Bedingung der Möglichkeit des friedlichen Zusammenlebens der Menschen unterschiedlicher Traditionen, indem er herausarbeitet, was in der Idee der menschlichen Freiheit, der Staatsform der Demokratie, in den Menschenrechten, in der Vernunftgeleitetheit menschlichen Denkens und Handelns und in den Wissenschaften zum Ausdruck kommt. Philosophische Fragestellungen werden, so weit es geht, in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler eingebunden, ohne das Ziel zu verfolgen, unmittelbar zu praktischen Handlungsentscheidungen zu kommen, vielmehr soll in der Begegnung mit fremdem Denken und fremden Welten Distanz zu sich selbst und den vertrauten Zeit- und Lebensumständen gewonnen werden, um dadurch Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungskompetenz zu stärken.