Fach "Deutsch"

Gymnasium Canisianum

Informationen zu den einzelnen Unterrichtsfächern am Gymnasium Canisianum.
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Deutsch

Fachkollegium

  • Andreas Wenking
  • Daniel Tatz
  • Kathrin Hantel
  • Katrin Vehof
  • Michael Leibold
  • Nadine Walde
  • Rainer Sockoll
  • Rolf Gerdzen-Kasper
  • Sarah Metzger
  • Tanja Horstmann

Dokumente und Links

Hier stellen wir Ihnen einige interessante Dokumente und Downloads sowie Links rund um das Fach Deutsch zur Verfügung.

Dokumente

Dokumente
Datei Größe
Lehrplan Jahrgangsstufe 5 74 kB
Lehrplan Jahrgangsstufe 6 81 kB
Lehrplan Jahrgangsstufe 7 70 kB
Lehrplan Jahrgangsstufe 8 79 kB
Lehrplan Jahrgangsstufe 9 37 kB
WICHTIG: Zitierregeln (z.B. für Facharbeiten und andere Gelegenheiten) 26 kB

Links

Das Fach Deutsch im Rahmen des Schulprogramms

Die Deutsch-Richtlinien aus dem Jahre 1999 für die gymnasiale Oberstufe gestehen unserem Fach keine geringe Bedeutung zu, wenn sie auf der S. 5 davon sprechen, dass Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht lernen sollen, wie Textrezeption (vermittelt durch Print-, Ton- und Bildmedien). Textproduktion und die Beobachtung eigener und fremder Sprachnutzung ihre Persönlichkeit formt, ihre Weltsicht bestimmt und ihre Fähigkeit, mit anderen Menschen umzugehen, prägt."

Vor dem Hintergrund dieser Grobskizzierung der zu vermittelnden Kompetenzen kann die Rolle des Faches Deutsch bezüglich der Realisierung des Schulprogramms kaum unterschätzt werden. Allerdings werden wir im Alltag immer wieder auf den Boden der realen Einflussmöglichkeiten zurückgeholt, so dass die angestrebte Persönlichkeits- und Kompetenzbildung nur im Zusammenspiel aller Fächer denkbar erscheint. Auch den Naturwissenschaften muss z. B. in Bezug auf die Ausformung der ethischen Kompetenz eine relevante Aktivität vorbehalten bleiben.

Ungeachtet dessen steht das Fach Deutsch dazu,

- die Entwicklung der sprachlichen Kompetenz zu fördern. die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich ein eigenes Urteil zu bilden, eigenständig und problemlösend zu agieren sowie auf die gesellschaftliche Realität Einfluss zu nehmen. Dabei legt das Canisianum Wert darauf, dass seine Absolventen sich durch die schulische Basislegung den Anforderungen einer entwickelten Industriegesellschaft im Informationszeitalter gewachsen fühlen. Schritt für Schritt sollen die kommunikative Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf Studium und Beruf sowie die Chancen auf eine kulturelle Teilhabe erweitert werden.
Konkret entwickelt der Deutschunterricht die sprachlichen Fähigkeiten eines regelbewussten Sprechens und Schreibens. die Erweiterung des aktiven und passiven Wortschatzes. die Schulung differenzierter Ausdrucksmöglichkeiten, die Varianten eines situations- und adressatenbezogenen Sprachgebrauchs, die Kompetenz, über Sprache zu reflektieren, das Verständnis für Zusammenhänge von Denken, Sprache und gesellschaftlichen Prozessen, die bewusste Wahrnehmung verschiedener Sprachebenen und die Fähigkeit ihrer angemessenen Anwendung.

- die Erweiterung der kulturellen Kompetenz zu forcieren, indem Sprache. Literatur. Theater und Medien als bedeutsam erfahren werden. Dabei sollen Formen, die unsere häufig als fremd empfundenen kulturellen Bedingungen entstanden sind, einbezogen werden. Kulturelle Kompetenz ist heute mehr denn je auf interkulturelle Erfahrung angewiesen. Dabei spielt der Umgang mit literarischen Texten eine zentrale Rolle. da hier die gewünschten Bedingungen stattfinden, Unbekanntes nicht abstrakt, sondern kontextbezogen und gedanklich sowie emotional nachvollziehbar präsentiert wird.

Ferner bieten sich hier nicht zuletzt Möglichkeiten der verhaltensbeeinflussenden Reflexion und werden Orientierungsmaßstäbe greifbar.

- die ästhetische Kompetenz der Schülerinnen und Schüler angemessen zu beeinflussen. Dazu gehört. zum Teil recht einseitige Medien- und Realitätserfahrungen zu problematisieren und auf ästhetischer Ebene eine Sensibilisierung zu stimulieren. So sollen die Schülerinnen und Schüler ihre gestalterischen Fähigkeiten im Umgang mit Sprache und sprachlichen Werken weiter entwickeln, sich an kulturellen Projekten beteiligen oder selbst eigene Produktionen vorlegen. Ferner bietet die Teilnahme am Theaterspiel und die damit einhergehende ganzheitliche Erfahrung eine verstärkte Möglichkeit der ästhetischen Sensibilisierung.

- die ethische Kompetenz vor dem Hintergrund unseres christlichen Basisverständnisses zu stabilisieren und auszuformen, indem z.B. in der Auseinandersetzung mit literarischen Werken aus Vergangenheit und Gegenwart unterschiedliche Wertesysteme reflektiert und problematisiert werden. Dies hilft den Lernenden. Maßstäbe für die persönliche Orientierung zu gewinnen und ethische Parameter als historisch und sozial vermittelt zu verstehen.

- die fachspezifischen Voraussetzungen der Studierfähigkeit sowie für das Erlernen eines Berufes zu schaffen. Anzustreben ist dabei die Fähigkeit, sich strukturiert, zielgerichtet und auch hinsichtlich der Fachsprachen korrekt schriftlich zu artikulieren und die erforderlichen Schrcihtinmcn und -technikcn zu beherrschen.

Bei der Umsetzung der genannten Zielsetzungen wird das oben angesprochene Zusammenspiel der Fächer eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. So bietet sich für das Fach Deutsch besonders in der Unterstufe die Kooperation mit den Fächern Kunst, Musik, Religion und Biologie an (z.B. bei der bildlichen Umsetzung von Textelementen, der Vertonung von Texten, der Untermalung szenischer Aktivitäten oder der Verhaltensbeschreibung von Tieren). Im Bereich der Mittel- und Oberstufe sind Formen der Zusammenarbeit mit dem Geschichts-, Politik-, Erdkunde- oder Religionsunterricht denkbar (z.B. hinsichtlich der NS-Problematik).

Familiengeschichte trifft Lesewettbewerb

- ein ganz persönlicher Beitrag zu einer erstaunlichen Entdeckung -

Dass ein Teil meiner Familiengeschichte mit der Stadt Lüdinghausen verbunden ist, ist mir aus Erzählungen seit Kindertagen bekannt. So manches Mal hatte mein Vater, Dr. med. Paul Wenner, geboren 1909 in Bocholt, aufgewachsen in Osnabrück, als Schuljunge Ferientage bei der Verwandtschaft in Lüdinghausen verbracht und an den Ufern der Stever gespielt.

Kaum hatte ich im Februar 1977 die Referendarsausbildung am Canisianum begonnen, denn das Ausbildungsseminar Münster hatte "Schicksal" gespielt und mich zurück zu den familiären Wurzeln nach Lüdinghausen geschickt, gewannen weitere Details aus Vaters Berichten Realität: die Burg Lüdinghausen, die Burg Vischering, die Felicitaskirche und schließlich die Buchhandlung WENNER, Kleine Münsterstraße 5 (heute: Optik Mues).

wenner

- Das Foto wurde uns freundlicherweise aus der Sammlung von Wolfgang Uhlenkott, Lüdinghausen, zur Verfügung gestellt. -

Der Inhaber, Willi Wenner, ein Cousin meines Vaters also, staunte nicht schlecht, als ich eines Tages in seinem Büro stand - ein weiteres Mitglied der großen Familie, das seinen bibliophilen Neigungen nachgegangen war, indem es Deutschlehrerin wurde; andere wurden, neben Kaufleuten und Medizinern, ebenfalls: Buchhändler.
So auch ein jüngerer Bruder meines Vaters, Heinrich Theodor WENNER, der im Jahre 1939 in Osnabrück die Buchhandlung "H. TH. WENNER" gründete. Und hier nun schließt sich, wenn man so will, der Kreis:
Die Buchhandlung "H. TH. WENNER" in Osnabrück, ein florierendes Unternehmen und eine der noch wenigen Buchhandlungen in privater Hand, erinnerte mit einer Jubiläumsschrift im Jahre 1989 an das damalige 50-jährige Bestehen. Diesen kleinen, aber feinen Almanach entdecke ich nun wieder bei der Durchsicht der Bibliothek meines Vaters, der im Oktober 2005 verstorben ist. Trauerarbeit und Nostalgie laden mich diesmal zu intensiverer Lektüre ein als bei seinem Erscheinen, und so finde ich auf der Seite 65 dies:

"Dabei waren Wenners immer interessiert zu erfahren, wo ein zusätzlicher Kundendienst nachgefragt und honoriert wird. So wurden Schülern zu Zeiten, als die Schulen noch keine Schulbuchlisten verteilten, von Wenner vor den Ferien auf eigene Kosten gedruckte Bücherlisten verteilt. Zur Leseförderung der Jugend führte Heinrich Wenner ab 1955 zusammen mit dem Jugendamt der Stadt Osnabrück Vorlesewettbewerbe für Schüler der siebten Klasse durch. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels griff 1959 die Idee von Heinrich Wenner auf und veranstaltet bis heute diesen Wettbewerb mit jährlicher Beteiligung von mehr als 400.000 Jugendlichen" - inzwischen mögen es viele mehr sein, und auch Schülerinnen und Schüler des Canisianums nehmen jährlich mit Erfolg daran teil, vorbereitet und motiviert zur Teilnahme auch von

Susanne Laudick, geb. WENNER, Deutschlehrerin am Cani seit 1977.