Schulprogramm

Gymnasium Canisianum

Präambel des Schulprogramms.
Gymnasium Canisianum
Disselhook 6
59348 Lüdinghausen
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Schulprogramm

Präambel des Schulprogramms & Stufenbezogenes lernen

Präambel des Schulprogramms

Das Gymnasium Canisianum ist eine Privatschule, die auf der Grundlage der Landesverfassung von NRW ein christlich akzentuiertes Bildungs- und Erziehungsangebot macht. Das Canisianum steht in einer pädagogischen Tradition, die im Jahr 1925 von Dr. Bernhard Hürfeld im Geiste des Jesuiten Petrus Canisius begründet wurde und aus der 1945 das Gymnasium hervorgegangen ist. Auf der Basis der weiter entwickelten christlichen Gründungsintention gibt sich das Canisianum sein Schulprogramm.

Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler grundlegende Fähigkeiten zur Bewältigung der sachlichen und humanen Herausforderungen ihres Lebens erwerben. Mit der Vermittlung eines qualifizierten fachlichen Wissens, mit sportlicher und Ästhetischer Erziehung ist deshalb die Stärkung der Schülerpersönlichkeit durch Zuwendung und Ermutigung eng verbunden. Daraus sollen Verantwortungsbereitschaft, Kritikfähigkeit und Zivilcourage sowie eine weltoffene, zukunftsorientierte und lebensbejahende Grundeinstellung erwachsen können.

In allen Fragen der Erziehung legt die Schule großen Wert darauf, dass die Lehrer in ihrer Person das Schulprogramm glaubwürdig vertreten und zu einem engen Zusammenwirken mit den Eltern bereit sind. In einem Klima gegenseitigen Respekts zwischen Schülern, Lehren und Eltern sollen Formen vertrauensvoller Zusammenarbeit und konstruktiver Konfliktlösung gepflegt werden.

Das Canisianum will nicht einfach den bestehenden gesellschaftlichen Wertepluralismus reproduzieren, sondern durch Verständigung aller Beteiligten zu verbindlichen Wertsetzungen gelangen. Dabei bleibt der geschichtlich tradierte christliche Glaube, so kritikwürdig, vieldeutig oder verblasst er manchen Menschen heute auch erscheinen mag, die entscheidende gemeinsame Handlungsgrundlage. In einer lebendigen Auseinandersetzung um ein angemessenes Verständnis des spezifisch Christlichen hat sich diese Grundhaltung immer neu zu bewähren. Der Religionsunterricht erzieht zur Offenheit und Toleranz gegenüber allen Menschen mit nicht christlichem Bekenntnis, besonders dann, wenn sie sich in den Reihen der Mitschüler finden. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist verpflichtend.

Das Canisianum pflegt eine Kultur des gottesdienstlichen und profanen Feierns und will dabei auch die entlastende Funktion tradierter Formen erfahrbar werden lassen. Dem Jugendlichen, der an seiner unverwechselbaren Identität arbeitet, sollen auf diese Weise individuelle und soziale Orientierungsmaßstäbe vermittelt werden, die er letztlich in Freiheit annehmen oder ablehnen wird. Gegen die desorientierenden und oft vereinzelnden Tendenzen unserer Zeit ermöglicht das Canisianum den jungen Menschen ganzheitliche Erfahrungen mit sich selbst in Gesellschaft Gleichaltriger.

Vor dem Hintergrund einer sich ständig beschleunigenden globalen Vernetzung haben für die Schule internationale Begegnungen mit Jugendlichen in Ost und West, in Nord und Süd eine wesentliche Bedeutung.

Das Canisianum möchte Schülerinnen und Schüler darin bestärken, den Sinn ihres Lebens nicht nur im eigenen Nutzen zu suchen, sondern vor allem in der Orientierung am Wohl aller Menschen. Im Suchen nach Lebensmaßstäben und durch gemeinsame Aktivität können die Schülerinnen und Schüler am Canisianum so den auch für ihr persönliches Glück bedeutsamen Wert der Solidarität erfahren, beim Einsatz für Benachteiligte in Deutschland und anderen Weltregionen sowie in der Verantwortung für künftige Generationen und für die Schöpfung.

Die Präambel bildet das Fundament unseres Schulprogramms.

Das Schulprogramm des Gymnasium Canisianum besteht aus drei Säulen.

Säule I: Stufenbezogenes Lernen

Die erste Säule bildet das sog. jahrgangsstufenbezogene Lernen.
Es besagt, dass jede Jahrgangsstufe durch einen besonderen Bildungs- oder Erziehungsschwerpunkt geprägt ist.


Jgst. 5 und 6 : Leitlinien zur Pädagogik, Methodik und Organisation
( s. gesonderte Ausführungen – z.Zt. in Überarbeitung).
„Fair Mobil“

Jgst. 6 : Forts.: Leseförderung (Lesewettbewerb). Fahrt ins Bibelmuseum.
Medienkompetenz: Theaterstück „Klick it“; Internet-Führerschein

Jgst. 7 : Literatur (Forts.: Leseförderung). Theater ( Einf. in Improvisationstheater /
Theaterbesuch). Suchtprophylaxe: „Ich bin stark.“
Austauschfahrt nach Frankreich (mit Jgst. 8, alle zwei Jahre)

Jgst. 8 : Schwerpunkt: Sprachen. Fächerübergreifend: Das Lernen lernen.
Durchführung einer „Sprachenwoche“ für alle SuS :
Fahrten nach England, nach Frankreich (Austausch mit Jgst. 7, alle zwei Jahre),
nach Trier. Girls’ Day / Boys’ Day

Jgst. 9 : Sozialintegrativer Schwerpunkt / Persönlichkeitsfindung: Tage religiöser
Orientierung. Kanu-Wanderfahrt.
Austausch-Fahrt nach Polen (mit Jgst. 10, alle 2 Jahre)

Jgst. 10: Einführung in Arbeitstechniken der Oberstufe.
Schwerpunkt: Verantwortung in Schule und Gesellschaft.
Vorbereitung auf das Praktikum: Ein Tag im Altenheim (Klassenverband).
Pflicht-Praktikum: dreiwöchiges Sozialpraktikum (ab 2011).
Austausch mit Polen (mit Jgst. 9, alle 2 Jahre).
Austauschfahrt nach Frankreich (mit Jgst. 11, alle 2 Jahre)

Jgst. 11: Berufsorientierungsphase: versch. Aktivitäten zur Berufswahlvorbereitung
(Berufsnavigator...)
Fachexkursion (mehrtägig) des Biologie-LK auf die Hallig Langeneß;
möglichst zeitgleich: Fachexkursionen anderer LK mit fächerübergreifendem
Ansatz / Berlin-Fahrt

Jgst. 12: Schulabschlussfahrt mit Studienfahrtcharakter.
Universitätstag (Münster / Bochum)

Säule II: Kernlehrpläne

Die zweite Säule wird gebildet durch die Kernlehrpläne.
Sie spiegeln in ihren Inhalten und Methoden die Schwerpunktsetzungen der Fächer
wider (s. dort).

Säule III: Stufenbezogenes Lernen und Arbeitsgemeinschaften und Aktivitäten.

Die dritte Säule wird gebildet durch alle stufenübergreifenden Projekte sowie durch die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Aktivitäten.

So gehören Austauschprogramme mit Frankreich, Polen, England, Schweden und Luxemburg sowie regelmäßige Fahrten nach Italien und Griechenland (Schüler und Eltern) seit vielen Jahren zu unserem Schulleben.

Neu, aber bereits bewährt und nunmehr eine weitere Konstante in unserem Schulleben ist die 10-tägige Fahrt nach Taizé.

Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich über den Unterricht hinaus in unterschiedlichen Bereichen zu engagieren (s. dort).

Die SuS des schuleigenen Sanitätsdienstes, bereits ausgezeichnet für seine hohe Kompetenz, stellen fast täglich ihre Verantwortungsbereitschaft unter Beweis.

Die Projekte „Latein auf Stein“ (abgeschlossen), „Comenius“, „Energiesparen“ und „Brasilien“ haben sich zu elementaren Bestandteilen unserer Schulgemeinschaft entwickelt.

Das Projekt „Agenda-21-Schule“ bündelt in sich zahlreiche traditionelle und neue Aktivitäten.
Hier greift das Canisianum die immer schon gepflegte christliche Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung aktiv und kreativ auf, so dass die SuS im Suchen nach Lebensmaßstäben und durch gemeinsames Handeln den auch für ihr persönliches Glück bedeutsamen Wert der Solidarität erfahren. Sie setzen sich ein für Benachteiligte in Deutschland und anderen Weltregionen. Sie praktizieren Verantwortung für künftige Generationen, für ein friedliches und faires Miteinander in der einen Welt und treten ein für die Bewahrung der Schöpfung und eine nachhaltige Wirtschaft, die sich zuerst an der Würde des Menschen orientiert.



Eine weitere Schärfung des Profils erhält die Schule durch den offenen Gesprächskreis
„Ethik – Normen und Werte“ (s. dort). Es handelt sich hier um eine sich vierteljährlich treffende Runde von engagierten Eltern, Lehrern und Schülern, die das Schulleben aktiv mitgestalten, indem sie Impulse setzen für Initiativen zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Entwicklung des respektvollen Miteinanders.

Aushängeschild unseres Gymnasiums und Aushängeschild unseres Schullebens / unserer Arbeit ist die Schulschrift „UNSERE SCHULE“, die jährlich vom Förderverein herausgegeben und finanziert wird. Erstellt wird sie von einem bewährten Redaktionsteam aus dem Kollegium. Schulprogramm des Gymnasium Canisianum
Hier: Übersicht über Festlegungen, Aktivitäten und
Projekte im Bereich „Schulkultur“

Schwerpunktsetzung pro Jahrgangsstufe auf literarisch-musikalisch-künstlerischem Feld:


Jgst. 5
A. Leseförderung: Schüler stellen regelmäßig ein Buch vor
(Forts. in Jgst. 6 und 7); Besuch der Stadtbücherei
B. szenisches Spiel (wenn möglich mit eigener musikalischer Begleitung)

Jgst. 6
Forts. von s.o. / Rezitationstraining; jährliche Teilnahme am Vorlesewettbewerb

Jgst. 7
A. Forts. von s.o. ; auch: unterstufeneigene Büchervitrine mit Präsentation der aktuellen Lieblingsbücher einer Klasse oder des im Unterricht behandelten Autors
B. Organisation von Leseveranstaltungen/Einladungen von Jugendbuchautoren, Märchenerzählern und Rezitatoren; Zusammenarbeit mit der örtlichen Buchhandlung, z.B. themengebundene Gestaltung eines Schaufensters durch SchülerInnen
C. Theater-Projekt: Kennenlernen der Prinzipien und Techniken des Improvisationstheaters (eintägig, Ende des Halb- oder Schuljahres) unter Anleitung entsprechend geschulter KollegenInnen
D. „Natürlich bin ich stark“ - Projekt zur Suchtprophylaxe in Zusammenarbeit mit der „Theaterpädagogischen Werkstatt in der Lagerhalle“ aus Osnabrück

Jgst. 8

Interkulturelles Lernen: Austauschprogramm mit Frankreich (mit SuS der Jgst. 7 =
zweite Fremdsprache!) und Sprachreise nach England sowie nach Trier (Latein-
Lerner) und s.u.

Jgst. 10
Forts.: Interkulturelles Lernen: Austauschprogramme mit Polen (alle zwei Jahre),
Schweden und Luxemburg mit Präsentation (Eingangshalle) in Schrift und Bild der
jeweiligen Erlebnisse und Erfahrungen und s.u.

Jgst. 11
Fortsetzung: Austausch (alle zwei Jahre) mit Frankreich

Jgst. 12
Theateraufführung der Literatur-Kurse


Jahrgangsstufen übergreifende Veranstaltungen:

- Mittsommernachtskonzert
- Weihnachtskonzert
- „Cani on stage“ – SuS präsentieren, was sie können
- Projekttage (alle zwei bis drei Jahre) zu einem von Schülern und Lehrern gewählten Oberthema
- Solidaritätsaktionen zum CANI-Hilfsprojekt „Brasilien“ / jährlicher großer Sponsorenlauf / Thementag
- SV-Tätigkeiten u.a.: Aktion „Blut spenden“, Projekttag „Voll ist out“, Valentins-Aktion, Sommerfest, das CANI – eine Schule mit Gesichtern...
- - „TheatERleben (Jgst. 9-12): sechs Fahrten im Schuljahr zum Schauspielhaus Bochum (seit nunmehr 30 Jahren)
- Fahrten zu Musicals (Hamburg, Essen, Bochum, Köln)
- Ski-Freizeit

Arbeitsgemeinschaften, z.B.:

- Greenteam / Sunny-CANI
- Jugend forscht (Biologie)
- Chemie
- Schulsanitätsdienst
- Schüler-Lehrer-Chor
- Bigband „CANI-Hotdogs“
- Ukulele für Jgst. 5 und 6
- Jazz-Dance
- Akrobatik / Jonglieren
- Theater AG ab Jgst. 8
- Italienisch
- Spanisch
- Schwedisch
- DELF
- Cambridge Certificate
- Volley-Ball
- Computer / Internet

Außerschulische Lernorte:

- Biologisches Zentrum Lüdinghausen
- Senioren-Pflegeheim St. Antonius (s. Jgst. 9)
- Pflege- und Sozialeinrichtungen in und um Lüdinghausen (s. Jgst. 10)
- BIZ in Coesfeld
- Betriebe und Ausbildungsstätten in und um Lüdinghausen („Girls’ Day“)
- Familienbildungsstätte („Boys’ Day“)
- Universitäten in Münster und Bochum
- Luxemburg / Polen (Comenius-Projekt)
- Polen : Work-Camps für junge Leute ab 16
- Auschwitz
- Normandie/Frankreich: Arromanches , Landungsstrände der Alliierten
(s. Jgst. 8)
- Bibelmuseum (s. Jgst. 6)
- Hallig Langeneß (s. Jgst. 11)

GÖS :

- „Sunny CANI“ : Einrichtung einer Photovoltaik-Anlage (abgeschlossen)
- Zusammenarbeit mit Familienbildungsstätte LH: Streitschlichtung; Selbstbehauptungstraining für Mädchen; „Babysitter-Führerschein“ und „Haushaltsführerschein“ für Jungen („Neue Wege für Jungs“); in Planung: Konfliktlösungstraining für Eltern
- „Herbstforum“ : Vorträge von ausgewiesenen Fachleuten zu bildungs- und gesellschaftsrelevanten Themen für Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft
- „Agenda-21-Schule“ : Das CANI hat sich erfolgreich um diesen Titel mit vielfältigen Projekten und mit verschiedensten außerschulischen Partnern beworben.
- Sprachenraum multimedial mit Unterstützung von „Gelsenwasser“
- Selbstlernzentrum: Bibliothek medial

Stand: 5 / 2011


Klassenfahrten Wandertage Exkursionen Kosten Terminierung
5

(6 Tage)

3 Tage (2 Nächte) mit Paten 1 1 Tag/Klassenlehrer/
mit päd. Schwerpunkt
ortsnah/mit Paten

1 Vormittag: FAIRMOBIL
1 Vormittag: Biologie
(Zoo, MS)

ca. 120 € Nicht in der Wanderwoche 1
6

(3 Tage)


1 Tag pro Halbjahr 1 Tag: Bibeldorf 1 ca. 50 €
7

(4 Tage)

3 Tage (2 Nächte) 1
[neue Klassenlehrer/innen]

1 Tag/Klassenlehrer/
mit päd. Schwerpunkt/
ortsnah


ca. 110 € Nicht in der Wanderwoche 1
7 Ski-Freizeit
Übergangsregelung:
a) in 2012 mit SuS aus 7 und 8
b) ab 2013 nur SuS aus 7



freiwillig
ca. 280 €

Ende des 1. Halbjahres
8

(5 Tage)

a) 5 Tage „Sprachenwoche“ für alle
b) alle 2 Jahre Frankreichaustausch

ggf. 1 Tag im 1. Halbj. 1 Vormittag: Girls’ Day /
Boys’ Day

“Oasen-Tag”

a) ca. 250 €
b) freiwillig

a) und b)
Woche vor den Osterferien

9

(5 Tage)

a) „TRO“: 4 Tage
b) Kanufahrt: 1 Tag/1 Nacht
c) alle 2 Jahre Polenaustausch
d) alle 2 Jahre Frankreichaustausch

ggf. 1 Tag im 1. Halbj
a) b) ca. 140 €
c) freiwillig
d) freiwillig

a) Ende des 1. Halbjahres
b) Ende des 2. Halbjahres
c) alle 2 Jahre am Ende des 2.
Halbjahres