Einleitung

Gymnasium Canisianum


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Disselhook 6
59348 Lüdinghausen
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Brasilienhilfsprojekt

Das Menschenrechtszentrum, dass seit über zehn Jahren existiert, ist Mitglied der nationalen Bewegung der Menschenrechte und versucht, "mit kleinen und konkreten Aktionen die Lebenssituation der Menschen in den Ansiedlungen zu verbessern, den Familien bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu helfen, das bedeutet, den Kindern Zukunft zu ermöglichen" - so Pater Pierre Roy, der Direktor des Zentrums.

Menschenrechtszentrum der Diözese Nova Iguaçu

Das Menschenrechtszentrum der Diözese Nova Iguaçu ist tätig in der Sozialpastoral, auf dem Gebiet der Menschen- und Bürgerrechte. Die Arbeit wird verstanden als Dienst an dm Ausgeschlossenen der Baixada Fluminense (Region der Vorstädte vor Rio de Janeiro). Folgende Programme wurden entwickelt:

Koordination von Besetzungsgruppen

  • Sozialer Beistand sowie pädagogische und juristische Begleitung der über 35 Landbesetzungsgruppen. über 5000 Familien sind offiziell eingeschrieben. Sie kämpfen gemeinsam um die Grundversorgung (Wasser, Abwasser, Strom, Telefon) sowie um die Legalisierung der Grundstücke.
  • Hilfe bei Problemen mit Behörden (Urkunden, Dokumente, Todesfälle usw.).
  • Austausch mit andern Gruppen und Volksbewegungen, Kontakte mit öffentlichen Stellen.

Koordination von Projekten und Cooperativen

  • Partnerschaft mit dem Projekt "Integrar". Dadurch können Ausbildungskurse für Arbeitslose angeboten werden, die sich dann besser auf dem Arbeitsmarkt integrieren können.
  • Ausbildung und Unterstützung der Cooperativen. Bedürftige Familien verbessern durch die Cooperativen ihr Einkommen und erreichen somit ihre wirtschaftliche Absicherung
  • Hilfe für Gemeinschaftsvorhaben. Kindergärten in den Ansiedlungen, Zufluchtshort für Kinder (übergangsweise)

Juristischer Beistand

  • Rechtlicher Beistand vor Gericht bei Zivilverfahren für Einzelpersonen und vorzugsweise für Gruppen oder bedürftige Familien.
  • Pro Monat werden mehr als 120 Fälle behandelt, und zwar in den Bereichen Familien, Gefängnis, Grundstücks- oder Wohnungsangelegenheiten.
  • Teilnahme an Aktionen auf nationaler und internationaler Ebene zur Verteidigung von Menschenrechten, wie Anklagen, Datenbanken, Kampagnen, Veröffentlichungen (zusammen mit der Nationalen Bewegung für Menschenrechte).
  • Anlaufstele bei Verletzung von Menschenrechten und sozial-juristische Hilfestellung.

Volkshochschule

  • Fortbildungskurse im sozial-politischen Bereich zum besseren Einfordern der Rechte gegenüber dem Staat.
  • Vorträge, öffentliche Veranstaltungen und Kurse zu Menschen- und Bürgerrechten (Bewusstseinsbildung) in Schulen, Kirchen, Gemeinden, Vereinen und andern Gruppen.

Schutz für bedrohte Zeugen und Familien

  • Soziale, wirtschaftliche und juristische Unterstützung für Personen und Familien, deren Leben bedroht ist und die keinen Schutz erfahren von staatlicher Seite. Sei es, weil sie in Prozessen vor Gericht verwickelt sind oder in Gewaltkonflikten, oder sie sind bedroht durch den Missbrauch staatlicher Macht.