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Reichtum und Gerechtigkeit - Literaturkurs des Canis probt Tragödie „Jedermann”

 Reichtum und Gerechtigkeit - Literaturkurs des Canis probt Tragödie „Jedermann” „Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes” – dieser düster anmutende Titel ziert die Tragödie „Jedermann” von Hugo von Hofmannsthal, die der Literaturkurs des Canisianums momentan einstudiert. Das Stück handelt vom reichen Herrn Jedermann, welcher mit dem plötzlichen Tode konfrontiert wird. Der alltäglich mit seinem prunkvollen Reichtum prahlende und immerzu gnadenlose Besitzer des vornehmsten Hauses der Stadt wird von Gott auserwählt, für das sündhafte Verhalten der Menschen und als Mahnung für die Menschheit mit seinem Leben zu bezahlen. Ein Konflikt zwischen Arm und Reich um Gerechtigkeit und Gemeinschaft entsteht.
Dabei verliert Jedermann zunehmend die Kontrolle über sein wohlhabendes Leben und wird mit den drohenden Konsequenzen seiner Rücksichtslosigkeit konfrontiert. In einem Spiel gegen Gott, den Teufel und seine eigenen Unterwürfigen bleibt die Spannung dabei durchgängig auf dem Höhepunkt. Mag der egozentrische Jedermann zunächst zwar unsympathisch und gefühlskalt wirken, ertappt sich der ein oder andere Zuschauer dabei, wie er in manchen Verhaltensweisen dem mächtigen Mann mit seinen Privilegien ähnelt, und verfängt sich so schnell in einem Stück, das viel mehr ist als „nur” eine von Schülern erprobte Tragödie. Der Kampf der Menschen um soziale Gerechtigkeit erinnert an Szenen
aus der Gegenwart. Szenen, vor denen im Alltagsleben oft und gerne die Augen verschlossen werden.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema mithilfe des Theaterstückes sorgt so für völlig neue Blickwinkel und Gedankengänge auf das heutige Miteinander. Damit die Spannung gemeinsam mit diesem „Wachrüttler” auf höchstem Niveau bleibt, arbeiten die 31 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses unter der Leitung von Deutschlehrer Michael Leibold fleißig an Konzepten, Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten der Tragödie. Jeder Handgriff wird von den angehenden Abiturienten in kleinen Arbeitsgruppen genauestens ausgearbeitet und angepasst. Dabei opfern die Schüler auch die ihnen heiligen Freistunden und Nachmittage, um Texte zu lernen, Szenen zu proben und Details aller Art zu organisieren. Etwas Zeit bleibt ihnen dabei noch – der Premiere am 31. März und der zweiten Aufführung am 7. April (jeweils um 18 Uhr in der Aula der Schule) wird jedoch bereits jetzt schon entgegengefiebert. Eintrittskarten sind ab dem 10. März im Schulbüro, bei „Lotto Toto Guido Eichler” auf der Langenbrückenstraße sowie vor Ort an der Abendkasse vor den Aufführungen zu einem Preis von 7 Euro (ermäßigt: 5 Euro) erhältlich.